Lokal & Server · Windows-Server-Supportende
Windows-Server-Supportende.Fristen und Vorgehen im Vergleich.
Jede Windows-Server-Version hat ein festes Support-Ende von Microsoft. Danach gibt es keine Sicherheitsupdates mehr, der Server läuft aber technisch weiter. Für Planungsbüros zählen drei Fristen besonders: Windows Server 2012 R2 ist seit 10.10.2023 aus dem Extended-Support, Windows Server 2022 verlässt am 13.10.2026 den Mainstream-Support, Windows Server 2016 endet am 12.01.2027. Prüfen Sie vor dem Umstieg immer, welche Server-Version Ihr Softwarehersteller freigegeben hat.
Kurz beantwortet · Stand September 2026
01 Überblick
Support-Enddaten im direkten Vergleich.
| Version | Hersteller | Mainstream-Support-Ende | Extended-Support-Ende | ESU danach | Einordnung (Stand 09/2026) |
|---|---|---|---|---|---|
| Windows Server 2012 R2 | Microsoft | 09.10.2018 | 10.10.2023 | ESU bis 13.10.2026 (Volumenlizenz, on-premises kostenpflichtig, in Azure kostenlos) | Ohne reguläre Updates. Nur mit ESU abgesichert. Ablösen. |
| Windows Server 2016 | Microsoft | 11.01.2022 | 12.01.2027 | ESU bis zu 3 Jahre nach Extended-Ende | Extended-Support läuft Anfang 2027 aus. Umstieg jetzt planen. |
| Windows Server 2019 | Microsoft | 09.01.2024 | 09.01.2029 | ESU nach 2029 möglich | Nur noch Sicherheitsupdates, versorgt bis 2029. |
| Windows Server 2022 | Microsoft | 13.10.2026 | 14.10.2031 | ESU nach 2031 | Mainstream endet in Kürze, danach Sicherheitsupdates bis 2031. |
| Windows Server 2025 | Microsoft | 13.11.2029 | 14.11.2034 | ESU nach 2034 | Aktuellste Version, längste Restlaufzeit. |
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02 Risiken
Was das Support-Ende für Ihre Software bedeutet.
Nach dem Extended-Support-Ende liefert Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr. Neue Lücken bleiben offen. Für ein Büro, das Projektdaten öffentlicher Auftraggeber verarbeitet, ist das ein Risiko. In Vergabeverfahren müssen Sie Eignung und Zuverlässigkeit nachweisen. Ein ungepatchter Server passt schlecht zu dieser Erwartung.
Zweiter Punkt ist die IT-Sicherheit im rechtlichen Sinn. Größere Büros und Zulieferer wichtiger Auftraggeber fallen zunehmend unter erweiterte Sicherheitspflichten. Der Stand der Technik verlangt unterstützte Systeme. Auch Cyberversicherungen prüfen, ob Ihre Server noch Updates erhalten.
Dritter Punkt wird oft übersehen: Ihre Planungssoftware selbst. Hersteller geben ihre Programme meist nur für bestimmte Server-Versionen frei. Läuft Ihre AVA, CAD oder Statik auf einem alten Server, kann ein Wechsel des Betriebssystems eine neue Softwareversion erzwingen. Auch Lizenzserver und Dongle-Treiber müssen zur neuen Version passen. Prüfen Sie die Freigaben des Herstellers, bevor Sie umstellen.
03 Vorgehen
In fünf Schritten zum sicheren Umstieg.
Bestand aufnehmen
Notieren Sie jede Server-Version, jede Rolle (Terminalserver, Lizenzserver, Fileserver, Exchange) und jedes Programm, das darauf läuft.
Fristen zuordnen
Tragen Sie die Support-Enddaten aus der Tabelle ein. Sortieren Sie nach dem nächsten Ablauf, damit Sie die dringendsten Server zuerst angehen.
Herstellerfreigaben prüfen
Klären Sie für jede Planungssoftware, welche Server-Version freigegeben ist. Das entscheidet, ob ein reines Betriebssystem-Update reicht oder auch die Software wechseln muss.
Option wählen
Möglich sind ein Upgrade auf eine aktuelle Version, ESU als zeitliche Brücke oder ein Umzug in die Cloud. ESU verschiebt die Frist nur, es löst das Thema nicht.
Testen vor dem Produktivstart
Migrieren Sie zuerst auf einem Testsystem. Prüfen Sie Lizenzserver, Dongles, Schnittstellen und Druck, bevor Sie produktiv umschalten.
04 Fragen
Häufige Fragen kurz beantwortet.
Was passiert nach dem Support-Ende technisch?
Der Server läuft weiter, erhält aber keine Sicherheitsupdates mehr. Bekannte Lücken bleiben offen, und neue werden nicht mehr geschlossen. Funktional ändert sich zunächst nichts, das Risiko steigt aber mit jedem Monat.
Was ist ESU und wann lohnt es sich?
ESU steht für Extended Security Updates. Das kostenpflichtige Programm von Microsoft liefert nur kritische und wichtige Sicherheitsupdates für bis zu drei Jahre nach dem Extended-Support-Ende. In Azure ist es teils kostenlos. ESU ist eine Übergangslösung, wenn ein Umstieg kurzfristig nicht machbar ist, kein Dauerzustand.
Muss ich sofort auf Windows Server 2025 wechseln?
Nein. Windows Server 2022 erhält bis 14.10.2031 Sicherheitsupdates. Entscheidend ist, welche Version Ihr Softwarehersteller freigegeben hat. Wählen Sie die neueste Version, die für Ihre Planungssoftware freigegeben ist.
Quelle: GWB, VgV, UVgO in der geltenden Fassung; Delegierte Verordnungen (EU) 2025/2150–2152 (Schwellenwerte 2026/2027); Bekanntmachungsservice oeffentlichevergabe.de; eigene Auswertung der offenen Bekanntmachungsdaten, August 2026. Stand September 2026. Keine Rechtsberatung, maßgeblich ist der jeweilige Gesetzes- oder Normtext.
05 Weiter
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